Wirbelsäulenzentrum Level I

Die Wirbelsäulenchirurgie hat in den letzten Jahren bundesweit eine Ausweitung erfahren. Wo man hinhört wird von Bandscheibenvorfällen und Rückenbeschwerden oft schon in jungen Jahren berichtet. Da liegt es zur Sicherung der Qualität nahe, Kriterien für die operative Therapie zu definieren und diese auch  zu zertifizieren. Die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) als weltweit größte interdisziplinäre Wirbelsäulen- Fachgesellschaft hat die Systematisierung übernommen und alle Erfordernisse festgelegt.

Das Klinikum Magdeburg, genauer gesagt die Kliniken für Orthopädie und Neurochirurgie/Wirbelsäulenchirurgie haben sich nun einem Audit gestellt und konnten mit der höchst möglichen Zertifizierungsstufe, dem Level I, abschließen. Die Fachgesellschaft schreibt für dieses Level eine überregionale Bedeutung fest. Das Level I- Wirbelsäulenzentrum der DWG am Klinikum Magdeburg ist das einzige in Sachsen-Anhalt und eins von nur 14 deutschlandweit.

Behandlungsschwerpunkte:

Das gesamte Spektrum an Wirbelsäulenerkrankungen wird nachweislich auf höchstem Niveau versorgt:

  • degenerative Krankheitsbilder mit erworbenen Fehlstellungen
  • Wirbelsäulentumore
  • unfallbedingte Verletzungen
  • kindlich angeborene Fehlbildungen
  • Entzündungen der Wirbelsäule

Rund um die Uhr an 365 Tagen werden die zwei im Zentrum tätigen Ärzte mit einem sogenannten Masterzertifikat unterstützt durch sieben weitere Facharztkollegen. Die apparative und infrastrukturelle Ausstattung des Zentrums unterliegt modernsten Anforderungen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie sind hochmoderne Diagnoseverfahren, wie die Computertomographie und Magnetresonanztomographie. Mit dem Ganzkörper-Röntgensystem „EOS“, dass deutschlandweit in nur wenigen Kliniken eingesetzt wird, besteht die Möglichkeit einer erweiterten und individuellen Behandlungsplanung mit über 100. klinischen Parametern zur umfassenden Auswertung des gesamten Achsskelettes und Analyse der Körperhaltung.

Zertifizierung ist ebenfalls, dass am Krankenhaus ein überregionales Traumazentrum etabliert ist. Erwähnenswert und wichtig für die umfassende Betreuung der Patienten ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen des Klinikums. So sind für die Zertifizierung ITS-Beatmungsbetten, eine schmerz- und physiotherapeutische sowie neurologische Betreuung gefordert. Mit dem Interdisziplinären Centrum für Tumorerkrankungen (ICT) im Haus besteht in den Tumorkonferenzen eine enge Zusammenarbeit.