Transfusionsmedizin

In der Transfusionsmedizin werden Blutgruppenbestimmungen, Antikörpersuchteste und Antikörperbestimmungen durchgeführt. In unserem Blutdepot haben wir einen Vorrat an Blutkonserven, Erythrozytenkonzentrate und Blutplasma, um unsere Patienten auch in Notsituationen 24 h am Tag versorgen zu können.

Vor jeder Bluttransfusion werden Verträglichkeitsuntersuchungen (sog. Kreuzproben) zwischen dem Blut des Patienten und jeder für ihn bereitgestellten Blutkonserve vorgenommen.
Bei den Untersuchungen werden die vererbbaren Blutgruppenmerkmale (Antigene) an den Oberflächen der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) bestimmt, um Unverträglichkeitsreaktionen bei der Gabe von Blutkonserven zu vermeiden.
Die bekanntesten, und für die Bluttransfusion am wichtigsten, sind die Merkmale des ABO- Blutgruppensystems und des Rhesussystems (Rhesusfaktor).
Durch den Antikörpersuchtest werden Antikörper im Blut des Patienten erkannt. Antikörper bilden sich entweder auf natürliche Art oder als Reaktion auf eine Transfusion bzw. bei Frauen auf eine Schwangerschaft.
Auch dieser Befund muss bei der Übertragung von Blut berücksichtigt werden, damit die Blutübertragung vom Patienten gut vertragen wird.
Der Antikörpersuchtest und die Antikörperbestimmung werden bei jeder erneuten Blutanforderung durchgeführt, um eine hohe Transfusionssicherheit zu erreichen.