Behandlungsspektrum

Akutschmerztherapie

Zu den Aufgaben des Akutschmerzdienstes (ASD) gehören die individuell angepasste   Schmerzenbehandlung nach Operationen oder Traumata, sowie die  Betreuung von Patienten mit akuten und chronischen nicht operationsbedingten Schmerzen. Zur Anwendung kommen dabei neben systemisch wirkenden Medikamenten  spezielle anästhesiologische Verfahren der Schmerzausschaltung:

  • PCA [mehr]
  • Rückenmarknahe Regionalanästhesieverfahren [mehr]
  • Periphere Nervenblockaden [mehr]

Alle Patienten werden vor ihrer geplanten Operationim Rahmen des Anästhesiegespräches  über die möglichen Alternativen der postoperativen Schmerztherapie eingehend informiert und aufgeklärt. Patienten mit einem speziellen schmerztherapeutischen Katheterverfahren werden durch unser Team  mindestens zweimal täglich betreut. Der ASD ist 24 Stunden, auch an Sonn- und Feiertagen telefonisch erreichbar.

Akute und chronische nichtoperationsbedingte Schmerzen

Auf Konsiliarbasis betreuen wir alle stationären Patienten, insbesondere Patienten in der:

  • Geburtshilfe (PDA zur schmerzarmen Geburt)
  • Orthopädie (Peridurale Injektion bei Bandscheibenvorfällen)
  • Patienten mit Schmerzen bei Tumorerkrankungen
  • Patienten mit Kopf- und Gesichtsschmerzen und sympathisch unterhaltene Schmerzsyndromen
  • VIGO (Bestandteil des Versogungszentrums für Interdiziplinäre Gastroenterologische Onkologie)
  • Palliativmedizin

Der Akutschmerzdienst wird durch Fachärzte für Anästhesiologie mit spezieller schmerztherapeutischer Erfahrung  sowie besonders geschultem Pflegepersonals sichergestellt..

Ansprechpartner für den Akutschmerzdienst:
Dr. med. Uwe Düring
Tel.: 0391 / 791-3101
E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Multimodale Schmerztherapie

Unsere Abteilung Schmerztherapie bietet eine stationäre Schmerztherapie mit derzeit vier Betten an.
Unter schmerztherapeutischer Leitung sind Fachärzte verschiedener Fachrichtungen (Anästhesie, und bei Bedarf  Orthopädie, Neurologie, Neurochirurgie) in die Behandlung eingebunden. Zum Therapeutenteam gehören darüber hinaus Psychologische Psychotherapeuten, Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Kunsttherapeut und unser   besonders geschultes Pflegepersonal und sowie bei Bedarf der Sozialdienst.

Ziel der Behandlung ist es den Schmerz zu lindern, durch Eingreifen in die vielfältigen Mechanismen der Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung.

Dies geschieht durch Strategien eigene Ressourcen zu erkennen, zu verarbeiten und  auszubauen.  Vielfach müssen eigene Verhaltensweisen geschult werden, um Vermeidungs- und Schonverhalten zu reduzieren. Hier arbeitet das Therapeutenteam mit Ihnen zusammen an einem vorher mit Ihnen angepassten Ziel zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität und einer aktiveren Lebensgestaltung.

Das Therapeutenteam  bespricht in regelmäßige Teambesprechungen den Therapieplan und Behandlungsverlauf und optimiert die individuellen Behandlungskonzepte.

Die spezielle Schmerztherapie ist ein multimodales Behandlungskonzept zur Stärkung körperlicher, seelischer und sozialer Fähigkeiten. Die Behandlungsdauer bei Anwendung des multimodalen Therapiekonzeptes beträgt durchschnittlich zwei Wochen (zwischen ein bis drei Wochen). Ziel ist  die Verbesserung der Lebensqualität durch Schmerzlinderung und Wiederherstellung der Funktionalität im Alltag und Beruf. Eine entscheidende Komponente ist  dabei die Motivation, einen eigenen Beitrag zur körperlichen und seelischen Gesundung zu leisten.

Schwerpunkte der stationären speziellen multimodalen Schmerztherapie:

  • chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Stützapparates z.B. Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, muskuläre Schmerzen
  • chronische Erkrankungen des Nervensystems mit neuropathischen Schmerzen z.B. komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS), Phantomschmerzen, Polyneuropathie, Radikulär- und Pseudoradikulärsyndrom)
  • chronische Schmerzen mit körperlichen und psychischen Ursachen

Behandlungsspektrum:

  • medikamentöse Schmerztherapie
  • Therapeutische Lokalanästhesien, Neuraltherapie, periphere oder rückenmarksnahe Nervenblockaden
  • Manualtherapie, spezielle Physiotherapie, Physiotherapie im Warmwasserbecken,
  • Kinesiotaping, transkutane elektrische Nervenstimulation
  • Trainingstherapie, Nordic walking, QiGong
  • Ergotherapie, motorische-neurophysiologische funktionelle Therapieverfahren, Alltagstraining
  • Komplementäre Therapieverfahren (Reiki, Akupunktur, Klangschalenmassage, Schröpfbehandlung, )
  • Psychologisch- Psychotherapeutische Verfahren, Gesprächstherapie, Schulungen zu Strategien der Schmerzbewältigung
  • Kunsttherapie mit Schulung der Achtsamkeit, Körperbilder und Körperwahrnehmung, Entspannung, Konzentrationsübung, Imagination
  • Erlernen von Eigenübungen zur Funktionsverbesserung, Entspannung und Krankheitsbewältigung
  • Entspannungsverfahren, Biofeedback
  • Interdisziplinäres multiprofessionelles Assessment zur Therapieplanung und ggf. Diagnostik

Die Zuweisung erfolgt über alle Haus- und Fachärzte und über konsiliarische Vereinbarungen. Sie können sich auch selbst bei uns melden und in einem Vorgespräch kann die Entscheidung getroffen werden, ob diese Behandlungsform für sie geeignet ist. Dann wird das weitere Procedere mit Ihnen besprochen und ein stationärer Aufnahmetermin vereinbart.