Multi-Familien-Therapie

Die Multi-Familien-Therapie (MFT) wurde in den frühen 50er Jahren in den U.S.A. für Familien entwickelt, bei denen ein Familienmitglied psychiatrisch erkrankt war. Seitdem wurde dieses Therapieverfahren in unterschiedlichen klinischen Bereichen (Erwachsenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie) angewendet, weiterentwickelt und zeigt eine gute Wirksamkeit in Bezug auf den Rückgang der Symptome und die Verbesserung des Zusammenhalts von Familien. In der Tagesklinik und auf der Eltern-Kind-Station ist die Multi-Familien-Therapie seit 2009 fester Behandlungsbaustein der multimodalen Behandlung.
In Familiengruppen bis zu 8 Familien wird erlebnisorientiert zu unterschiedlichen Themenschwerpunkte gearbeitet Der Fokus liegt dabei auf der Stärkung und Entwicklung des familiäre Miteinanders.  Der Austausch der Familien untereinander, die oftmals ähnliche Schwierigkeiten und Probleme haben ist dabei sehr wichtig. Sowohl von den Eltern und den Kindern bzw. Jugendlichen wird diese Therapieform sehr gut angenommen. „Mama, wann ist endlich wieder Mehrfamilienspass?“ (J., 11J.) „Es hat mir sehr geholfen, zu sehen, dass auch andere dieselben Probleme haben wie ich“ (Kommentar einer Mutter über die MFT). Oft werden Anregungen aus den MFT-Gruppen auf das Familienleben zu Hause übertragen. Auch nach einer Behandlung, kommen Familien oft nach ambulant zu den Multi-Familien-Gruppen. 
 

Familie und Identität