Notfallmedizin

Rettungsdienst bodengebunden

Zur notfallmedizinischen Versorgung der Stadt Magdeburg und des näheren Umlandes besetzen Notärzte der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie zwei Notarzteinsatzfahrzeuge. Personell unterstützt werden wir hierbei von Notärzten aus den Fachrichtungen Allgemein - und Unfallchirurgie, Innere Medizin und Gynäkologie. Neben einer mehrjährigen klinischen Tätigkeit ist hierzu eine spezielle Ausbildung und Prüfung zum Notfallmediziner notwendig. Die Weiterbildungsermächtigung für Notfallmedizin ist vorhanden.

Am Standort Olvenstedt erfolgt die Zusammenarbeit mit Notfallsanitätern und Rettungsassistenten der Johanniter-Unfallhilfe (JUH). Ein Erweiterungsbau der Rettungswache schaffte hierbei optimale Arbeitsbedingungen und kurze Ausrückzeiten. Der Standort Mitte (ehemals Krankenhaus Altstadt) wird vom Malteser-Hilfsdienst organisiert. Auch hier ist ein Ersatzneubau der Rettungswache geplant.

Von den Notärzten unserer Klinik mit der Qualifikation "Leitender Notarzt" (LNA) beteiligen sich derzeit sieben Kollegen gemeinsam mit Leitenden Notärzten aus dem Magdeburger Universitätsklinikum am ständigen Bereitschaftsdienst  der Landeshauptstadt Magdeburg. Dem Leitenden Notarzt kommt bei Großschadenslagen wie schweren Verkehrsunfällen mit vielen Verletzten, Großbränden oder Chemieunfällen eine wichtige organisierende und koordinierende Funktion des Einsatzes zu.

Weiterhin stellt die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin aktuell den Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Magdeburg. Außerdem sind Mitarbeiter unserer Klinik ehrenamtlich im Katastrophenschutz der Stadt Magdeburg tätig und können somit bei Großschadenslagen als Ärzte der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) unterstützend tätig werden.

Luftrettung

Seit dem 01.07.1992 ist der Rettungshubschrauber (RTH) "Christoph 36" zur Primärrettung am Standort Olvenstedt stationiert. Anfänglich vom Bundesgrenzschutz in Betrieb genommen, ist der Betreiber seit dem 10.05.2006 die DRF-Luftrettung. Zur Crew gehören ein Pilot, ein Notfallsanitäter und ein Notarzt. Insgesamt 3 Piloten der DRF , 4 Notfallsanitäter der JUH sowie 16 Fachärzte für Anästhesie der Universitätsklinik Magdeburg und des Klinikum Magdeburg gehören zum Team. Die Einsatzzeiten sind ganzjährig täglich von 7 Uhr bis Sonnenuntergang. Der Einsatzradius der EC 135 beträgt ca. 60 km.

Innerklinische Notfallmedizin

Die Übergabe von Schwerverletzten durch den Notarzt findet im sogenannten Schockraum der Notfallambulanz statt. In enger Kooperation mit der Universitätsklinik Magdeburg bilden wir ein überregionales Traumazentrum mit entsprechend permanenter Aufnahmebereitschaft für schwerstverletzte Patienten im nördlichen Sachsen-Anhalt. Zudem ist über ein Notfalltelefon zu jedem Zeitpunkt ein Reanimationsteam für innerklinische Notfälle abrufbar. Für diese Positionen ist jederzeit ein Anästhesist erreichbar.