Eine besondere Zuwendung für Krebspatientinnen

14.12.17

Rosafarben und Grün leuchten die gefüllten Herzkissen, die die Tische des Raumes bedecken. Es ist die letzte Veranstaltung des Mammacafés vom Klinikum Magdeburg in diesem Jahr. Monatlich wird das Mammacafé von Schwester Grit Lüdke (2.v.l.)  aus dem Brustzentrum des Klinikums organisiert, um einen Ort zum Austausch von Brustkrebspatientinnen zu schaffen. Unter dem Thema „Wir nähen Herzkissen“ kamen vergangene Woche die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e.V. und Patientinnen sowie Angehörige zusammen, um anderen Krebspatientinnen die Chance auf ein eigenes Herzkissen zu ermöglichen.

Frau Höppner (1.v.l.), Schirmherrin der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e.V. in Halle, gründete damals die Herzkissenaktion mit als ihr Ehemann, damaliger Ministerpräsident, an Krebs erkrankte. Sie bietet seelsorgerischen Kontakt zu Krebspatienten an. „Ich habe viel Freude an der Zeit, die wir bei der Herzkissenaktion und auch hier im Mammacafé zusammen verbringen“, sagt Frau Höppner.

Das Mammacafé erhält von der Herzkissenaktion tatkräftige Unterstützung. Acht Frauen nähten in den vergangenen Wochen emsig große und kleine Herzkissen aus bunten Stoffen, die eine große Tüte für das Klinikum Magdeburg füllten. Die Herzkissen bieten für die Krebspatientinnen nicht nur eine Entlastung der körperlichen Schmerzen, sondern sind  auch während des schweren Weges ein stetiger, treuer Begleiter zum Drücken und Kraft sammeln. Für die Kinder der Krebspatientinnen, die wie Mama gerne ein solches Kissen haben möchten, gibt es eine kleinere Ausgabe der Herzkissen. In gemütlicher, weihnachtlicher Atmosphäre war es nun die Aufgabe, die Herzkissen mit kraftgebenden Zeilen für den schweren Weg der Krebspatienten zu versehen.

Auch Brustkrebspatientin Diana Mertens (3.v.l.) ist mit großem Engagement dabei. Die 27-Jährige, die im Frühjahr ihr zweites Kind erwartet, erhielt im August die Diagnose Brustkrebs. „Ein Herzkissen stützt - in jeder Hinsicht“, sagt Frau Mertens, die ihr eigenes Kissen von Frau Lüdke erhalten hat. Mit ihren Haldenslebener Nähbienen, die rund 100 Mitglieder umfassen, nähten sie für Krebspatienten Beutel, die sie sich gut umhängen können. „Durch den Beutel sind alle Schläuche und Utensilien kompakt verstaut und man ist endlich wieder mobiler.“ Besondere Freude kam in der Runde des Mammacafés auf, als Frau Mertens zehn bunte Beutel auspackte, die ihre Freundin aus Schweden für das Mammacafé genäht und ihnen geschickt hat.