Das Warten hat sich gelohnt - Haus D ist eröffnet!

20.11.17

Endlich ist er da, der Ersatzbau für Haus D. Die Mitarbeiter der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin und der Schmerztherapie haben die Tage bis zur Einweihung gezählt. War doch das bisherige Domizil schon sehr in die Jahre gekommen. Der 1998 errichtete Modulbau hatte ursprünglich eine vorgesehene Nutzungsdauer von 5 Jahren. Am Ende sind es dann fast 20 Jahre geworden. In letzter Zeit waren aber sowohl die bauliche Substanz als auch die Bedingungen für Patienten und Mitarbeiter zusehends schlechter geworden, so dass eine Weiternutzung nicht in Frage kam.

Im Frühjahr 2016 war es dann soweit, der erste Teil des Altgebäudes Haus D wurde abgerissen und unmittelbar darauf mit der Errichtung des Ersatzbaus begonnen. Gespannt wurde jeder Baufortschritt beobachtet. Bei den Planungen konnten die späteren Nutzer viele ihrer Wünsche und Vorstellungen einbringen, welche dann auch größtenteils umgesetzt wurden. Dies ist nicht selbstverständlich und muss deswegen auch besonders betont werden. Dafür kann man dem Architektenteam und den Planern im Hause nicht genug danken!

Das vor wenigen Tagen eröffnete Gebäude enthält nun auf der Ebene 0 die Tagesklinik der Onkologischen Zentren (TONK) mit 20 Behandlungsplätzen, die Palliativstation (8 Betten) und den Bereich der Schmerztherapie mit 10 Betten. Die letztgenannte Einheit ist aufgrund von erhöhten Patientenbedarfen etabliert worden und wird von der erfahrenen Schmerztherapeutin Oberärztin Dr. med. Sabine Lilienblum aus der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin geleitet. Auf der Ebene 1 befindet sich eine Station mit 34 Betten. Hier werden sowohl Patienten mit Bluterkrankungen als auch Patienten mit soliden Tumoren interdisziplinär diagnostiziert und behandelt.

Im Haus D sind nun Bedingungen geschaffen worden, die sowohl für die Patienten als auch die Mitarbeiter eine erhebliche Verbesserung darstellen. „Der „Garten der Sinne“ und der Park sind nicht weit. Auf der Palliativstation haben die Zimmer kleine Terrassenflächen, die auch mit Betten zugänglich sind. Nicht zu vergessen die großzügigen Aufenthaltsbereiche in ansprechender Atmosphäre, die übersichtlichen Stationsarbeitsplätze und die in den Stationsbereichen integrierten Therapie- und Behandlungsräume auf beiden Ebenen“, resümiert Chefarzt Prof. Dr. Christoph Kahl (u. Bild).

Diese optimalen Bedingungen haben aber natürlich auch ihren Preis. Mit einer Investition von 13,875 Millionen Euro und einem Eigenanteil von über 11 Millionen ist es für das Klinikum Magdeburg schon ein finanzielles Schwergewicht, das auch betriebswirtschaftlich leistbar sein musste. Mit den überaus positiven Ergebnissen der vergangenen Jahre, gab es eine gute Verhandlungsbasis für die Kreditfinanzierung, denn 11 Millionen Euro hat kein Krankenhaus auf der hohen Kante liegen. In der heutigen Zeit, wo Krankenhausfinanzierung nicht auskömmlich geregelt ist, bedarf es für eine moderne Ausrichtung Eigenkapital. Die Nutzer sehen das als Vertrauensbeweis in die hier tätigen Kliniken und Verpflichtung für die Zukunft. Dass Bedarf besteht, zeigt sich darin, dass alle Bereiche unmittelbar nach der Eröffnung fast vollständig belegt waren.

Prof. Dr. med. Christoph Kahl, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin im Klinikum Magdeburg

 

Prof. Dr. med. Christoph Kahl, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin